Atelier
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Wie ich zum Malen kam ...

Schon in meinen Schulheften waren die Ränder mit Pferdeköpfen und anderen künstlerischen Übungen verziert. Das hielt sich auch so bis zum Abitur 1990 und über die Ausbildungszeit als Zahntechnikerin.

Der Wunsch, „etwas mit Kunst“ zu machen, wurde zu der Zeit zurückgestellt. Mit Ehrfurcht erinnere ich mich an das Atelier meines Großvaters, der Maler und Grafiker war. Auch meine Großmutter besuchte die Malschule und ich war immer auf gewisse Weise stolz, wenn ich die große Mappe mit den vielen Bildern ansehen durfte ...

Die Liebe zu Tieren, besonders zu Pferden, ließ sich bei mir nicht verleugnen. Glücklicherweise lebten mit meinen Eltern und 3 jüngeren Geschwistern auch immer eine Anzahl diverser Haustiere in unserer Familie und ich durfte schon in ganz jungen Jahren mit meiner Mutter zum Reiterhof.

Mit der Zeit sammelte sich eine dicke Mappe mit (Pferde)bildern verschiedenster Techniken an; zu jedem der gezeichneten Tiere hatte ich eine bestimmte Beziehung, stellte mir vor, was für einen Charakter es hätte, malte meine Traumpferde oder bastelte aus Schuhkartons „unseren“ Reiterhof naturgetreu nach, einschließlich dem Parcours. Die kleinen Plastikpferde wurden teilweise an Kerzenflammen erhitzt, damit womöglich unnatürliche Beinstellungen von mir korrigiert werden konnten.

Später, im Zahnlabor, entstanden zwischendurch Miniaturen von Fantasiegestalten oder, zur Abwechselung, auch mal von Pferden und selbstentworfene Schmuckstücke... dann kamen auch die ersten Anfragen, ob ich nicht z. B. das Lieblingspferd des Vaters eines Arbeitskollegen malen könnte. Somit war der Grundstein für meine Nebenbeschäftigung gelegt.

Jahre später hatte ich einen eigenen kleinen Laden mit Schmuck, Edelsteinen und Kunsthandwerk, in dem ich Bilder ausstellte und Aufträge annahm. Im Jahr 2002 zog ich mit meinem Mann Volker auf unseren gepachteten Hof. Hier verwirklichen wir nach und nach unseren Traum: ländlich wohnen, selber etwas gestalten können, Tiere halten und alles, was dazu gehört ...

Ich bin neben der sehr vielfältigen Arbeit rund um die Pferde als freischaffende Künstlerin tätig und bezeichne mich selbst als Autodidakt. Immer noch haben meine Bilder etwas ganz Persönliches für mich, es geht gar nicht so sehr um die perfekte Technik sondern vielmehr um den Charakter, das Gefühl, den typischen Blick meiner Motive. Manchmal bin ich selbst berührt von dem Ausdruck, der einem entgegenblickt. Was so ein Stück Papier und ein Bleistift doch vermitteln können, es ist einfach nicht in Worte zu fassen... dann frage ich mich oft: „das habe ich gemalt?!?“

Gern lade ich Sie in meine kleine Galerie ein ... einfach das jeweilige Bild anklicken.